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Deutscher Datenschutz = Fail!

14. Mai 2010

Apropos Datenschutz. Das ist auch wirklich eine ziemlich kranke Situation in Deutschland. Man ersinnt rigideste Regelwerke die in Deutschland gelten sollen aber dann gelten die halt auch nur für deutsche Unternehmen. Amerikanische Unternehnmen sind davon Null betroffen. Man darf nicht dem Trugschluss erliegen „Wir haben in Deutschland tolle Datenschutzgesetze also bin ich sicher im Netz“


Habe gerade die Tage etwas gruseliges gesehen bei Google’s Youtube. Einfach mal rechts auf den Screenshot klicken. Also ich habe nie gewünscht, dass ich solche Vorschläge bekomme und die Person, die mir da vorgeschlagen wurde ist fast vom Stuhl gefallen, als ich den Screenshot ohne die Aussparungen geschickt habe. Die Person wollte nämlich garantiert nicht, dass ich den Youtube Account entdecke. Und die Person ist sehr „internet-erfahren“ und „internet-mündig“.

Da werden StudiVZ & Co noch und noch Dinge verboten und Facebook ändert regelmäßig die Nutzungs- / Datenschutzbedingungen nach freidünken. Schon ein ziemlicher Fail! Ich kann Startups, die vorhaben mit Userdaten pfiffige Sachen zu machen nur empfehlen, sich im Ausland anzusiedeln. Eine Tochter in Deuschland kann man immer noch Gründen, wenn das für den ein oder anderen Zweck sinnreich erscheint. Aber die Daten und Rechte an Domains würde ich schön im Ausland parken. Warum sich auf das Chaos deutscher Behörden einlassen? Jemand andere Meinungen dazu?

  1. 14. Mai 2010, 16:08 | #1

    … und Du hast nicht zufällig Dein Youtube-Konto mit Deinem Facebook-Konto verbunden? Ansonsten können diese Vorschläge m. E. nicht „automatisch“ erscheinen, sondern man muss dazu aktiv selbst nach Freunden mit YT-Konten (und gleichlautender Adresse) bei Facebook, GMail & Co. suchen. Sprich: Man muss selbst Knöppe drücken (anders als bei Facebook).

    Wenn bei Dir also „automatische“ Vorschläge kommen, fällt mir im Moment eigentlich nur Facebook ein – gepaart mit den Sicherheitseinstellungen von YT, die unter http://www.youtube.com/account#privacy/search zu finden sind und die bei dem betreffenden Vorschlag bestimmt auch „offen“ waren.

    Das Problem ist m. E. eher selten der Datenschutz (oder das, was deutsche Datenschützer an Funktionen o. Ä. von Anbietern einfordern) selbst, sondern der individuelle Umgang mit bestehenden Sicherheitseinstellungen in Online-Communities. In der Regel ist man nämlich in der Lage, bei Interesse selbst die Einstellungen passend zum persönlichen Sicherheitsbedürfnis zu wählen; sucht nur nicht wirklich danach. Von Ausnahmen wie Buzz oder die täglich aufweichenden Policies bei Facebook einmal abgesehen…

    Wer schert sich denn wirklich drum? Die Masse veröffentlicht Peinlichkeiten bis der Arzt kommt und wundert sich dann im Zweifelsfall, wenn man sich auf lamebook.com, failbook.com – oder auch vor dem Schreibtisch des Vorgesetzten – wiederfindet.

  2. 14. Mai 2010, 16:30 | #2

    Hi Markus,
    nein, Facebook und Youtube sind nicht verbunden. Hast du dieses „Können andere User mich finden?“ Ding gesehen. Die 2-3 Zeilen darunter klappen erst bei Klick auf. Ich denke die machen dieses Matching über andere Google Dienste…

  3. 14. Mai 2010, 22:40 | #3

    Ich bin schockiert. Google ist ja doch evil. Jetzt muss ich erst mal über Analytics nachdenken 😉

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