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Local 2.0: Evolution lokaler Suche und SEO

24. März 2011

Mit Gregg Stewart, Andrew Beckman, Kaushal Kurapati, David Rodecker

Beckmann

  • Maps Algo ist das Dominierende bei der Einblendung von Places in den SERPs
  • Wenn man die Ortsangabe links im Auswahlbereich bei Google nutzt ändern sich insbesondere die ersten drei organischen Ergebnisse (also auch bei nicht Maps/Places Einschüben)
  • „Citations“ = Nennungen insbesondere Adresse, Telefonnummer etc. sind wichtig und müssen rein in Seiten wie Yelp, City Search oder Insider Pages
  • Exact Match Domains sind selbst bei Maps/Places sehr hilfreich
  • Insbesondere für lokales SEO muss man sicherstellen, dass die Seite auch auf mobilen Endgeräten gut dargestellt werden
  • Local Social (Foursquare, Gowalla, Facebook Places, Google Latitude) ist unaufhaltsam am kommen
  • Sehr gut denkbar: Twitter local, da das Mobiltelefon ja via GPS weiß wo man sich aufhält. Dass wäre dann natürlich ein extrem effizienter Werbekanal wenn Twitter ihn bieten würde


Rodecker

  • Es gibt monatlich 11 Milliarden suchen auf Google US. Davon sollen 20% einen lokalen Bezug haben
  • Seit August 2010 gab es das 7-Pack -> Einschub direkt aus Maps mitten in den SERPS. Dan wanderte die Karte nach Rechts. Und dann kam die aktuelle hybride Darstellung die vom Ranking her eher der normale Algo ist als Maps.
  • Google Tags sind eine Werbemöglichkeit innerhalb von Google Maps
  • Google Boost ist Werbung für Google Places Inhaber -> bringt Links zur Place Page, Bewertungen und Google Tags zur Adwords Anzeige wenn man das möchte.
  • Ganz frisch seit gestern: Man hat die Wahl ob man neben expliziten lokalen Suchen auch Werben möchte bei impliziten lokalen Suchen. Also wenn jemand eigentlich etwas lokales Sucht aber das nicht unbedingt im Suchschlitz ausdrückt. Das passiert von dann aufgrund der Geolocation.
  • Die Kategorisierung innerhalb von Google Maps basiert auf den Kategorien von Yellow Pages (Pendant von Gelbe Seiten)
  • Place Rank = PageRank for Local …
  • Problem bei Maps: Viele Schrott Daten! Viele nicht mehr existierende Firmen. Daher sind Nennungen so wichtig für Google. Die sind ein Beleg dafür, dass die Firma a) existiert und b) noch immer existiert.
  • Beispiele wo man Einträge machen kann in den USA: Facebook, Merchant Circle, Yellowbot, Clush, Vast, Rate it all, Superpages, AboutUs, Cacxion
  • Man braucht ein Monitoring dafür bei welchem Verzeichnis man in welchem Stadium ist mit dem Eintrag
  • Es gibt bei Facebook „Local Business Pages“ und „Places Pages“. Letztere sind insbesondre für mobile Nutzung. Man kann die auch verbinden


Kurapati

  • Am PC sind 30-40 % der Internet-Aktivitäten lokal -Bei Mobiltelefon sind 50-60% der Internetnutzung mit lokalem Bezug
  • Das Wachstum im Werbemarkt kommt laut Recherchen von Yahoo vor allem wegen dem Ansteigen lokaler Werbung.

Wirklich spannende Thematik! Seltsam, dass es in Deutschland noch keine SEO Agenturen gibt, die sich darauf spezialisiert haben!

  1. 24. März 2011, 16:20 | #1

    Der Grund, warum in Deutschland bislang kaum Agenturen diesen Markt für sich entdeckt haben, ist folgender:

    Lokale Anbieter wie der Friseur um die Ecke, das Kosmetikstudio oder der Finanzberater besitzen auch im Jahr 2011 oftmals noch immer keine eigene Website. Daher sind/waren diese bislang auch nicht für „klassische“ SEO-Agenturen von Interesse. Darüber hinaus ist das Marketing-Budget bei derartigen lokalen KMU i.d.R. nur sehr gering, was sich größtenteils nicht mit happigen Agentur-Stundensätzen verträgt.

    Hinzu kommt, dass SEO-Agenturen nun aufgrund genau dieser Konstellation zumeist keinerlei Expertise auf dem Gebiet der lokalen Suche aufweisen, da diese sich bisher nicht mit den Besonderheiten der Google Place Search befasst haben und auch nicht mussten… dies dürfte sich jedoch v.a. im Bereich der emsigen „SEO-Einzelkämpfer“ schon recht bald ändern, da deren Klientel eher lokal/ regional gefunden werden müssen. Agenturen hingegen haben schon immer versucht kontinuierlich immer größere Kunden mit dickeren Budgets an sich zu binden, weil dies einfach besser skaliert und man sich mit kleinteiliger Arbeit „nicht die Finger so schmutzig“ macht.

    Traditionell ist der von Dir angesprochene Markt ja bei den Branchenverzeichnis-Verlagen (Gelbe Seiten & Co.) aufgehangen, die nun schon seit einer Weile versuchen mit Adressdatenbanken im Web zu reüssieren und hierüber lokalen Anbietern ein Standbein zur Sichtbarkeit im Web zu bieten.

    Seit wenigen Jahren dringen nun Bewertungsportale in diesen Markt ein, was nicht zuletzt auch darum erfolgreich ist, weil einige (u.a. auch wir) erkannt haben, dass lokale KMU schlicht auf einfache Bedienbarkeit, umfassende Transparenz und v.a. EFFIZIENZ angewiesen sind, um den Einsatz der begrenzten Budgets kontrollieren zu können.

    Aus diesem Grund werden künftig m.E. nur diejenigen Anbieter (Portale, Lokale-Netzwerke, etc.) in diesem Bereich reüssieren, wenn sie gut funktionierende Tracking- und Kampagnen-Tools flankierend bereitsstellen, damit lokale KMU genau wissen, wieviel Klicks, Telefonanrufe und Email über welchen Kanal generiert wurden.

    Gruß,
    Sebastian

  2. Rogarema
    30. Mai 2011, 08:26 | #2

    Die Erfahrung die Sebastian oben wiedergibt, deckt auch meine Erfahrungen.
    Für viele KMU ist der Budget einfach nicht da um „mehr“ aus einer Webseite zu machen. Da kommt noch oft der „Kumpel“ Effekt hinzu. Der Kumpel kennt sich da eben gut aus und macht mir eine tolle Webseite. Was dabei rauskommt ist meistens jenseits von Gut und Böse. Das für mich unerklärliche ist das auch etwas größere Betriebe die selbe Mentalität aufweisen. Einer von unsere Hosting Kunden ist einer davon. Die Konkurenz in der Gegend (Weingegend) ist mit relevante Stichwörter zu finden, der Kunde nicht. Toll! Aber ich sage mir immer: Jeder muss für sich entscheiden was er für seine Firma macht.

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